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BoGeStra erhält 104,6 Mio. € für Stadtbahnsanierung

Große Freude macht sich breit nach der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung ‚Kommunale Schiene‘ zwischen Land und 15 Verkehrsunternehmen. Die CDU-geführte Landesregierung kommt ihrem Versprechen nach und verpflichtet sich, eine Milliarde Euro für Erneuerungs­investitionen zu geben. Damit soll das Netz der Straßenbahnen und Stadtbahnen erneuert werden“, erläutert Dirk Schmidt, Mitglied im Verwaltungsrat des VRR und Ratsmitglied in Bochum.

Förderprogram Kommunale Schiene: Erneuerung des Stadt- und Straßenbahnnetzes

Mit der am Montag in Herne vor der Ruhrkonferenz erfolgten Unterzeichnung sind auch die Zahlen konkret, die in den nächsten Jahren fließen werden. Demnach erhält die BoGeStra bis 2031 die Summe von insgesamt 104,6 Mio. €. „Die Städte werden durch diese Hilfe bei der Sanierung gerade maroder Stadtbahnen erheblich entlastet. Die Landesregierung lässt die Kommunen nicht allein.
Für die CDU ist bei diesem Programm aber auch wichtig, dass nicht einfach eine Sanierung bezahlt wird. Wie erwarten von dem Programm auch ein ‚Upgrade‘. Wir erwarten, das alles auf den heutigen Stand der Technik gebracht wird. Die Chancen der Digitalisierung sind zu nutzen“, so Dirk Schmidt weiter.

Erneuerungsbedarf von 2,6 Mrd bei Stadtbahnen, Gleisen, Haltestellen

Im März des Jahres war ein Gutachten des Landesverkehrsministeriums zum Erneuerungsbedarf an Schienen in den Städten des Landes öffentlich geworden. Nach den von der Landesregierung ermittelten Zahlen beträgt der Erneuerungsbedarf bis 2031 insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Das Land übernimmt damit jetzt 38 % der Kosten. In der Rahmenvereinbarung heißt es weiterhin dazu, dass das Land „einen zügigen Maßnahmebeginn erwartet.“

U35: Stadt Bochum soll Verlängerung auf Vorrat planen

Die U35 nach Langendreer weiterführen – Die Stadtverwaltung treibt Planungen voran, um ggf. Geld von der Bundesregierung bekommen zu können für eine Verlängerung der Stadtbahnlinie von der Ruhr-Universtität in Richtung Unterstraße in Bochum-Langendreer. Über mögliche Linienführungen gab es jetzt einen Bericht im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur der Stadt Bochum. Von der derzeitigen Endstelle könnte es bis zur Unterstraße gehen.

Plan für die Schublade muss erst mal her.

BoGeStra kauft vorzeitig neue Straßenbahnen

Seit Wochen fahren die Niederflurbahnen Typ NF6D in Bochum nur noch mit Tempo 30. Das führt zu Einschränkungen beim Fahrplan. Ursache sind notwendige Untersuchungen und Austauschmaßnahmen an den Achsen der 42 Niederflur-Straßenbahnen der ersten Generation. Eigentlich haben Staßenbahnen eine Lebensdauer von 30 Jahre und mehr. Die 1992 und 1994 angeschafften Wagen hätten also noch mindestens 5 Jahren laufen sollen. Allerdings gab es mit dem Typ NF6D schon öfter größere Probleme.

Bereits im städtischen Ausschuss für Mobiltität und Infrastruktur am letzten Dienstag (10.03.2015) hatte ein Vertreter der Bogestra vom beabsichtigten Austausch der Fahrzeuge berichtet. Dieser schien sinnvoller als der über Jahre dauernde Austausch aller Achsen. Eine ausführliche Pressemitteilung der BoGeStra berichtet heute ausführlich über die jüngsten Entscheidungen des Aufsichtsrats, der bereits in der Vorwoche über eine für die Beschaffung notwendige europaweit Ausschreibung entschieden hat. Zur Notwendigkeit teilt die BoGeStra Folgendes mit:

Insgesamt haben die NF6D-Fahrzeuge des Herstellers Siemens/Düwag in der Vergangenheit die Fachleute des Unternehmens immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. 2006 wurden Risse in der Rohbaukonstruktion an Fenster- und Türecken festgestellt, die immer wieder auftreten und nur mit einem immensen Aufwand repariert werden können. Dazu kommt das inzwischen hohe Alter der Bahnen, die in zwei Chargen 1992 und 1994 beschafft wurden.

Die Ausschreibung soll noch im März 2015 erfolgen, denn die Fahrzeuge müssen ja erst gebaut werden. Die gibt es nicht bei einem Händler von der Stange. In 2016 könnten dann die ersten Fahrzees←uge ausgeliefert werden. Bis ins Jahr 2016 hinein wird also noch mit den NF6D-Fahrzeugen umgegangen werden müssen. Nach der Überprüfung beim Hersteller können dieser aber wieder mit bis zu 70 km/h eingsetzt werden. Also ist zu hoffen, dass die Einschränken ab 2016 nicht mehr gegeben sind.

U35: Neue Fahrzeuge und Modernisierung des Bestands

Auch für die U35 gibt es gute Nachrichten. Der Fahrzeugpark soll um 6 Fahrzeuge erweitert werden. Damit können die Kapazitäten auf der U35 weiter erhöht werden – auch bei einer Verlängerung der Linie. Die 25 Jahre alten Fahrzeuge der U35 sollen zudem modernisiert werden. Die Basis der derzeitigen Fahrzeuge gäbe das her, berichtet die Bogestra. Das belegt, dass 25 Jahre Nutzungsdauer für die NF6D-Fahrzeuge recht wenig ist.

Bild: Straßenbahn Type NF6D im Depot der BoGeStra an der Engelsburger Straße, Bochum.

P.S.: Bemerkenswert ist allerdings mit Blick auf die Sitzung des städtischen Mobilitätsausschusses, was der Vertreter der Bogestra alles nicht erzählt hat, obwohl die Entscheidungen schon gefallen waren. Harte Infos brachte eine Pressemitteilung danach