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Les‘ ich Löhrmann, will ich kotzen!

Landesbildungsministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen will plötzlich etwas für die Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf tun. Das lese ich heute auf der Titelseite der WAZ. Und der Verband Bildung und Erzeihung wertet das als Belege, dass die rot-grüne Landesregierung mit dem Rücken zu Wand stehe. Damit ist die Unterversorgung mit Lehrern und der große Unterrichtsausfall im Land gemeint. Und das sehe ich auch so. Aber über Frau Löhrmanns Vorschläge kann ich nur noch kotzen. Völlig unglaubwürdig ist die Frau. Sie hat über Jahre die Bedingungen für Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf verschlechtert. Und das gezielt.

In diesem Blogeintrag will ich dazu gar nicht groß argumentieren. Ich verweise auf zwei Blgoeinträge mit dem Suchbegriff ‚Löhrmann‘.

Im letzten Beitrag zeichne ich nach, dass Löhrmann mit einem Erlass die Bezahlung von Vertretungslehrern, gerade solchen die Seiteneinsteiger sind, verschlechtert hat.

Und in der Pressemitteilung des Kultusministerium lese ich dazu:

Bewerberinnen und Bewerber, die über eine für den Lehrerberuf nützliche berufliche Vorerfahrung verfügen und als Lehrkräfte im Tarifbeschäftigtenverhältnis gewonnen werden sollen, kann durch Berücksichtigung dieser Vorerfahrung ein höheres Einstiegsgehalt geboten werden. Diese Möglichkeit war bisher auf wenige Ausnahmetatbestände beschränkt und soll künftig erweitert werden.

Es ist Löhrmann, die die Tarife gedrückt hat!!!!! Die Frau ist für mich zum Kotzen! Es widert mich an, dass die Frau jetzt als Problemlöserin auftreten will für Probleme, die sie selber verursacht. Seiteneinsteiger und Vertretungslehrer wurde durch ihre Politik bisher beständig benachteiligt. Die Frustration der Betroffenen ist riesig.

Meine Frau hat für das Land NRW als Vertretungslehrerin gearbeitet. Sie ist jetzt an einer privaten Schule. Erst mit einer Klage haben wir in ihrem letzen Job beim Land NRW, das zuvor gezahlte Gehalt weiter bekommen. Aus der Erfahrung rate ich jedem Vertretungslehrer in NRW weiterhin zu einer Rechtsschutzversicherung – gegen die Machenschaften dieser Löhrmann.

Mehrarbeit verursacht und jetzt erst Abhilfe durch zusätzliches Personal

Und am Ende der Wahlperiode hat diese Frau Löhrmann auch endlich bemerkt, dass die Bezirksregierungen mehr Personal für die Lehrereinstellung benötigen. Fünf Stellen – je Bezirksregierung vermutlich eine – sollen geschaffen werden.

Zum Kotzen ist, dass Löhrmann selber Mehrarbeit dabei verursacht hat, zum Beispiel dadurch, dass Vertretungslehrer in der Regel nur noch mit Verträgen für ein Schulhalbjahr rechnen können. Anstellungen für die gesamte Dauer eines Vertretungsfalls, würden nur einmal bearbeitet werden. Bei zwei Jahren Elternzeit, wären dann bis zu vier Einstellungsverfahren vorzunehmen.

Löhrmann muss weg!

P.S.: Die meistgelesenen Artikel in diesem Blog stammen übrigens aus der Rubrik Vertretungslehrer. Jeden Monat fragen mich Vertretungslehrer um Rat bei ihren Problemen. Bei ihrer Google-Suche nach Antworten zum Beispiel nach ihrer Gehaltshöhe, landen sie hier im Blog. Die Blogbeiträge werden so häufig abgerufen, dass ich von der VG Wort Geld für sie bekomme.

Vertretungslehrer NRW: Gehaltsrechner für 2. Halbjahr 2016

Die Sommerferien stehen kurz bevor. Es ist wieder Hochsaison für Stellen für Vertretungslehrer. In diesem Blog suchen viele angehende Vertretungslehrer nach Informationen zu ihrem zukünftigen Gehalt. Die nächste Welle wird Ende der Sommerferien beginnen und dann nachfolgend in den ersten Wochen des neuen Schuljahrs. Dann schreiben die Schulen wieder unbesetzte Stellen aus und die Bezirksregierungen arbeiten den Berg an Neueinstellungen ab. Daher befasse sich dann viele Vertretungslehrer mit ihrem Gehalt.

Engeltstufe und Engeltgruppe bestimmen in einer Tabelle des Tarifsvertrags für den öffentlichen Dienst (TVÖD) die Höhe des gezahlten Gehalts. Dabei wird ein spezieller TVÖD-L angewendet, der speziell für Lehrkräfte gilt.

Zum Download des Brutto-Gehaltsrechners für Vertretungslehrer in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Rechtsschutzversicherung für Vertretungslehrer, oder: Lohndrückerin Sylvia Löhrmann (Grüne) presst Vertretungslehrer aus

Allen Vertretungslehrkräften an Schulen in Nordrhein-Westfalen wird dringend der sofortige Abschluss einer Rechtsschutzversicherung empfohlen, die im Bereich des Arbeitsrechts greift. Diese gibt es ab knapp unter 20 € Beitrag pro Monat und soll für die Kosten des eigenen Rechtsanwalts und die Gerichtskosten aufkommen, wenn mit dem Land als Arbeitgeber über die Höhe des Arbeitslohns gestritten werden muss. Das gilt sowohl für Vertretungslehrkräfte, die erstmalig für das Land arbeiten, als auch für solche, die bereits mehrfach und über Jahre als Vertretungslehrerin oder -lehrer gearbeitet.

Landesschulministerin Sylvia Löhrmann hat konsequent seit 2014 die anzuwendende Verordnung zur Eingruppierung und Einstufung von Vertretungslehrern derarig verändert, dass die gleichen Tätigkeiten im Vergleich zu Vorjahren, zu Lehrerfahrung und zu festangestellten Lehrer bei Vertretungslehrern geringer eingruppiert werden. Zudem beharren die einstellenden Bezirksregierungen auf Vorschriften, die im Zusammenspiel mit weitern Rahmenbedingungen weistgehend nur noch Einstufungen in Gruppe 1 – Kräfte ohne Berufserfahrung – erlauben. Dazu trägt die Unterbrechung der Verträge von Vertretungslehrer durch Ferienzeiten bei.

Strittig ist derzeit insbesondere im Tarifvertrag, die Auslegung von § 16 Abs. 2 Satz 4 des TVL. Demnach

kann der Arbeitgeber bei Neueinstellungen zur Deckung des Personalbedarfs Zeiten einer vorherigen beruflichen Tätigkeit ganz oder teilweise für die Stufenzuordnung berücksichtigen, wenn diese Tätigkeit für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist.

Für diese Ermessensentscheidung waren unter Landesschulministerin Barbara Sommer (CDU) landesweit einheitliche Bestimmungen erlassen worden. Ziel war seinerzeit die Beseitigung von Unterrichtsausfall aufgrund unbesetzter Lehrerstellen. Das gilt offenbar nicht mehr.
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Lehrereinstellung: Landesamt für Besoldung zahlt schlampig

„Mit freundlichen Grüßen – Ihr Landesamt“ endet der Brief des Landesamts für Besoldung und weist darauf hin, dass er maschinell erstellt wurde und „ohne Unterschrift gültig“ sei. Schade, so kann noch nicht einmal einem einzelnen Mitarbeiter oder Beamten des Landesamts für Besoldung Versagen vorgeworfen werden, dass eine Bezügeabrechnung nicht übersandt wurde. Es kam nur der Hinweis auf eine Abschlagzahlung, die bereits überweisen wurde. Damit müssen neu eingestellte Lehrer, Referendare und Vertretungslehrer erst einmal leben. Das System ist schuld. Die Abmeldung zur Sozialversicherung solle laut gegebenenfalls ignoriert werden, eine Anmeldung erfolge automatisch wieder, wenn dann endlich eine Bezügemitteilung übersandt werde. Seit drei Monaten wird der Arbeitsvertrag dann laufen und zusätzliche, unnötige bürokratische Vorgänge ausgelöst haben. Wo stecken die Ursachen für die Probleme?

Das Landesamt für Besoldung (LBV) rechnet für das Land Nordrhein-Westfalen alle Gehälter der Angestellten und Bezüge der Beamten ab. Für Lehrer werden Gehälter und Bezüge von den Bezirksregierungen angewiesen – für neu eingestellte Lehrer, für Referendare und für Vertretungslehrer. Regelmäßig gibt es für sie im ersten Monat ihrer Tätigkeit kein Geld vom Land. Sie können froh sein, wenn der zweite Monat mit einer Abschlagszahlung endet. Bis dahin haben sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, Hartz IV etc. weil sie arbeiten, aber eben kein Geld von ihrem Arbeitgeber bekommen. Und die Situation von Referendaren, die zuvor studiert haben, und den Vertretungslehrern, die sich von befristeter Teilzeitstelle über Arbeitslosigkeit zur nächsten befristeten Teilzeitstelle des Landes hangeln, ist nicht so rosig, dass sie Rücklagen hätten. Sie müssen sich Geld von Familie und Freunden leihen, wenn ein Lebenspartner nicht einspringen kann. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen sorgt vor 'working poor' und gibt sich doch sonst so sozial für Arbeitnehmer.

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Gehalt von Vertretungslehrern in Nordrhein-Westfalen

Über das Portal VERENA werden in Nordrhein-Westalen Vertretungsstellen an Schulen besetzt. Viele Vertretungslehrer fragen sich bei der Befassung mit dem System und angebotenen Stellen, wie viel sie verdienen werden. Bei der Beantwortung dieser Fragen sind einige Parameter zu beachten. Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht, wie schnell eine Antwort ermittelt werden kann.

Schlange vorm Geldautomaten, Essen
Schlange vorm Geldautomaten, Essen
Vertretungslehrer in NRW sind keine Beamten, sondern Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Diese werden nach dem Tarifvertag für den Öffentlichen Dienst (TvÖD) bezahlt. Der TVÖD hat den vor Jahren üblichen BAT (Bundesangestelltentarif) abgelöst. Der TVÖD existiert in unterschiedlichen Varianten, zum Beispiel gibt es einen für die Angestellten von Kommunen und für die vom Land. Weiterhin werden ein Tarifgebiet West und Ost unterschieden. Insbesondere gibt es aber einen TVÖD für Lehrer, in den Kürzungsbeträge gegenüber dem ’normalen‘ TVÖD-L (=Land) eingebaut sind.

Auf der Internetseite oeffentlicher-dienst.info gibt es einen brauchbaren TVÖD-Rechner, der speziell für Lehrkräfte erstellt wurde. Da die Tarifverhandlungen für 2015 derzeit laufen, beziehen sich alle weiteren Angaben in diesem Beitrag auf den TVÖD 2014. Für 2015 werden Tarifforderungen an die Arbeitgeber von +5,5 % und mindestens 175 € erhoben. Abwarten.
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Vertretungslehrer NRW: Weiterhin prekäre Arbeitssituation

Die Praxis der Einstellung und Stellung von Vertretungslehrern in Nordrhein-Westfalen hat sich spätestens im Verlauf des Jahres 2014 stark verschlechtert. Bei dem im Online-System VERENA angebotenen Stellen müssen noch stärker die Chancen von Lehrern mit 2. Staatsexamen und Bewerbern ohne 2. Staatsexamen unterschieden werden. Für letztere haben sich die Chancen für Vertretungsstellungen, für die Dauer und Rahmenbedingunen und für Chancen auf eine dauerhafte Übernahme besonders verschlechtert. Indizien sprechen dafür, dass hinter der veränderten Einstellungspraxis nicht die einstellenden Schulen, sondern die in Finanznöten befindenden Bezirksregierungen und das Schulministerium unter Slyvia Löhrmann (Grüne) stehen. Der Beitrag hier beruht auf Erfahrungen und Erzählungen von Vertretungslehrern, auf Gesprächen mit Schulpolitikern des Landes und bietet Thesen sowie erklärende Ansätze für Ursachen. Er soll jenen helfen, die bereits als Vertretungslehrer arbeiten oder sich als solche bewerben wollen.
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