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Kennzahlen: Apps im VRR-Verbund

Seit April 2017 verfügen die Verkehrsunternehmen des VRR über eine gemeinsame App zur Navigation durch den öffentlichen Nahverkehr und Kauf digitaler Fahrscheine. Die 25 Unternehmen haben diese sogenannte Verbund-App marginal angepasst oder setzen am Ende am gleichen System eines Ticketshops an. Der Start war holprig. Aber inzwischen wachsen die Nutzerzahlen kontinuierlich.

Im jüngsten Bericht schreibt die VRR-Verwaltung:

Die Nutzer empfinden die neue Oberfläche als modern und gelungen, sehen allerdings je nach Nutzungsweise der App noch Optimierungspotenziale. Häufig wird die Performance, also die Geschwindigkeit der App beim Start und während der Nutzung, bemängelt.

Zwischenzeitlich wurden zwei Updates vorgenommen, die Verbesserungen brachten. Ein zwischenzeitlicher Rückgang der Nutzer konnte durch das weitere Wachstum wieder aufgeholt werden.
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Wahlkampfauto in Herne ausgebrannt

Am Dienstagvormittag erreichte mich die schockierende Meldung, dass im Nachbarwahlkreis ‚Herne I‘ ein Wahlkampffahrzeug nachts augebrannt sei. Schockierend, weil es sich vermutlich um Brandstiftung handelt. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

Augebrannter VW Beetle
Augebrannter VW Beetle

Das Fahrzeuge war im Einsatz für den CDU-Kollegen Sven Rickert. Es war für den Wahlkampf entsprechend beklebt. Laut Berichten von Zeugen soll kurz vor dem Brand ein Fahrzeug mit laufendem Motor gewartet haben. Dann sei es schnell weggefahren.

Da es sich um eine Fahrzeug im Wahlkampf handelt, ermittelt nun der Staatsschutz. Es liegt nahe, dass es sich um eine politisch motivierte Straftat handeln könnte.

Ich habe den Eindruck, dass politische motivierte Gewalt und Agressionen im Wahlkampf zunehmen. Dabei geht sie nicht von den kandidierenden Parteien oder Kandidaten aus. Sie scheint mir aus unbekannter dritter Queller zu kommen. Auch die Zahl beschädigter und geklauter Plakate nimmt zu.

Wendlands Internet-Imbiss ist finanziert

Das Projekt seiner Internetsendung „Internet-Imbiss“ hat Wolfgang Wendland finanziert. Die 9.999. € hatte er zwei Tage vor Ende des Crowdfundings auf startnext.de zusammen. Jetzt sind es knapp 12.000 €.

In seinem Blog sagt ‚Wölfi‘ Danke. Ich sage: Glückwunsch! Viel Erfolg. Ich werde mir das Resultat ansehen. Und das ganz nah. Denn ich habe so ein Meet’n’Etat im Internet-Imbiss als Dankeschön gebucht.

Einen Vorgeschmack mit 4 Rezepten gibt es hier.

CDU Bochum stellt Kandidaten zur Landtagswahl 2017 auf

Dirk Schmidt, Hauptautor dieses Blogs, wird für die CDU zur Landtagswahl am 14. Mai 2017 kandidieren. Die Versammlung der CDU-Mitglieder im Landtagswahlkreis 109 „Bochum III-Herne II“ hat ihn heute dazu mit 90 % der Stimmen aufgestellt. Der Wahlkreis besteht aus Wattenscheid ohne Wattenscheid-Eppendorf, Teilen des Bochumer Stadtbezirks Mitte (Hamme, Hordel, Hofstede, Griesenbruch) und Herne-Eickel. Es ist die dritte Kandidatur von Dirk Schmidt, der seit Februar Vorsitzender der CDU Wattenscheid ist.

Christian Haardt, Regina van Dinther, Dirk Schmidt
Landtagskandidaten der CDU in Bochum: Christian Haardt, Regina van Dinther und Dirk Schmidt

Regina van Dinther, Christian Haardt und Dirk Schmidt

Die Versammlungen im Messezentrum der Firma Josef Dewender, inweit der A40 in Bochum-Hamme, wählten Christian Haardt als Kandidaten für den Landtagswahlkreis im Bochumer Süden und Regina van Dinther für den Wahlkreis im Bochumer Norden und Osten.

Und diese Zeilen hat Dirk Schmidt hier in den Blog geschrieben, damit das allen Lesern klar ist. Als Politikwissenschaftler habe ich die Einstellung, dass diese sich wie auch Autoren und Journalisten sich durchaus zeitgleich politisch, publizistisch und wissenschaftlich betätigen dürfen. Sie sollten das nur kenntlich macheen.

Kommunalwahl Bochum: Coffee Shop und Hanf-Plantage auf Opel-Flächen

Podiumsdiskussionen an Bochumer Schulen haben zur Kommunalwahl einen Unterhaltungsfaktor bekommen. Die Bochumer Piratin Stephanie Kotalla setzt sich für Hanf-Plantagen auf Brachflächen ein. Das soll sogar den städtischen Finanzen dienen, wie ihrem Artikel „Wir lassen da mal Gras drüber wachsen“ zu entnehmen ist.

Kernforderung:

Die Idee: die Stadt Bochum gründet einen Eigenbetrieb, stellt ein Team aus Gartenbauingenieuren und Hanfexperten zusammen und baut Cannabis in einem bundesweiten Modellprojekt zum Verkauf an.

Als Landschaftsarchitektin schildert die Nummer 3 der Liste der Bochumer Piraten zur Kommunalwahl am 25.05.2014 gleich ihr Konzept für Gewächshäuser und den Absatz der Ware im Ballungsraum von 5 Millionen Konsumenten: „Ein Teil der Einnahmen fließt in Aufklärung und Suchtprogramme, der Rest wird der Stadt zugeführt.“ (ebenda).

Abgabestelle für Cannabisprodukte? Coffee Shop!

Den Absatz an die Kunden regeln auch die Bochumer Grünen in ihrem Programm. Da heißt es im Kapitel Gesundheit:

Speziell wollen wir uns daher für die Schaffung einer kontrollierten Abgabestelle für Cannabisprodukte einsetzen.

Drogenpolitischer Nonsens der Piraten und Grünen
Drogenpolitischer Nonsens der Piraten und Grünen
(Bild: Grasgeflüster von birdys/photocase.de)

Das klingt sehr technisch. Wie muss ich mir das vorstellen? Es wird einen Ort geben, wo Cannabis gekauft werden kann. Kontrolliert kaufen? Das wird so mit Altersnachweis sein und eventuell einem Konsumraum. Sowas kennt Bochum für Drogenabhängige und ist viel Jahre an der Viktoriastraße bekannt. Eine Cafe mit Betreuung betrieben von Krisenhilfe e. V.. Nehme ich mir das gedanklich zum Vorbild, dann ist klar, was die Bochumer Grünen da fordern: Einen Coffee Shop! Da gibt’s nicht sicher nichtnur „Rauchware“, sondernn auch Kekse 🙂 Das sind dann die Cannabisprodukte. Vermutlich darf das aber nur pur geraucht werden, denn mit Tabak gilt vermutlich das Rauchverbot.

Drogenpolitischer Nonsens

Für mich ist das drogenpolitischer Nonsens. Das ist höchstens der Versuch, die Stimmmen einiger Abgedrehter zu erhalten. Ratsmitglied Wolfgang Horneck (CDU) hat mir das nach einer Podiumsdiskussion an der Theodor-Körner-Schule so geschildert: „Die Gymnasiasten haben nur gelacht. Dann ging’s weiter.“ Das Problem ist nicht wirklich kommunal zu lösen. Die Forderung dürfte von vielen Bürger als lächerlich empfunden werden oder als Extremforderung für eine kleine radikale Minderheit. Lächerlichkeit ist für viel Wähler abschreckend bei der Stimmabgabe. Wer so wählen will, kann sein Kreuz gleich der „Die Partei“ geben. Das Original wählt sich besser.
Der Pirat Lukas Lamala hat die Forderung am Donnerstag auch im Landtag vorgetragen. Ist der Joint-gefüllte Glimmstengel der letzte programmatische Grashalm der Piraten zur Kommunalwahl?


Bild: Grasgeflüster von Birdys / photocase.de

CDU Ruhr verabschiedet neues Regionalprogramm

Mit dem Titel „Auf dem Weg zur europäischen Metropolregion Ruhr“ ihres am Freitag, den 28.03.2014 in Recklinghausen beschlossenen setzt die CDU Ruhr auf Kontinuität, als die Ruhrgebietspartei weiter auf mehr Kooperation zu setzen. Die Formulierung ‚europäische Metropolregion‘ enthält aber bereits eine Forderung an die Landesregierung zum neuen Landesentwicklungsplan. Während die Landesregierung die Metropolregion Rhein-Ruhr zur Metropolregion NRW entwickeln will, wollen Akteure im Rheinland und an der Ruhr eine Metropolregion Rheinland und eine Metropolregion Ruhr ausweisen. Darauf bezieht sich auch ein gemeinsamer, parteiübergreifender Beschluss der Regionalräte in Düsseldorf und Köln. Die Ausweisung als Metropolregion ist für die spätere Gestaltung von Förderprogrammen von Bedeutung.

Regionalprogramm der CDU Ruhr
Leitantrag zum neuen Regionalprogramm der CDU Ruhr

Kritiker an der Vorstellung der Landesregierung werfen ihr Entscheidungsschwäche vor. Nicht alle Regionen und Kommunen gehörten zu einer Metropole. Die Regierung von Hannelore Kraft (SPD) wolle nur Entscheidungen vermeiden, indem alle Kommunen des Landes zur Metropolregion gehören. Bereits bei der Bewerbung des Landes als Region für Elektromobilität sei dies eben daran gescheitert. Eine einzelne Region, zum Beispiel die Metropole Ruhr, als Musterregion vorzuschlagen, wäre erfolgreicher gewesen.

Bahnhof Wattenscheid für 1,5 Mio. € – wer kauft?

Letzte Woche sprach ich mit einem der „Gewerbetreibenden“ am Bahnhof Wattenscheid, der Post bekommen hatte. Das bestätigte mir Infos zum angestrebten Verkauf des Bahnhofsgebäudes in Wattenscheid. Die Bahn will danach 1,5 Mio. € für das Gebäude haben, hieß es. Ein Gebäude, das ziemlich heruntergekommen sein soll. Und das sagte jemand, der auch schon einmal nicht öffentlich zugängliche Bereiche näher gesehen hat. Und so stellt sich die Frage, wer soll einen Bahnhof für die Summe kaufen, wenn dann weitere Renovierungen notwendig sind. Will die Bahn eine entsprechend hohe Miete an den zukünftigen Eigentümer zahlen?

Eingerüsteter Bahnhof Wattenscheid
Bahnhof Wattenscheid mit Gerüst für die Arbeiten der Meisterschüler der Gebäudereinigung Wattenscheid

Meisterschüler reinigen Fassade
Mein Blick auf den eingerüsteten Bau ließ auch gleich den Verdacht aufgekommen, dass der jetzige Eigentümer das Gebäude aufhübschen will. Die ersehnte Uhr ist eine Weile da. Allerdings ist es nicht die abhanden gekommene Uhr mit großen Zeigeren; die wird vermutlich bei den verloren gegangenen Eingangstüren liegen. Ironie Ende. Jetzt wird die Fassade gemacht. Allerdings besagen ein paar Hinweisschilder, dass hier die Meisterschüler der Gebäudereiniger Innung Dortmund am Werk sind – mit freundlicher UNterstützung „von DB Station & Services AG und DB Services GmbH“. Ist das eine besonders kostengünstige Form der Renovierung oder eine nette „pro bono“-Aktivität zur rechten Zeit. Zufall?

Kein Aufzug
Eines wird einem zukünftigen Eigentümer sicher fehlen: Die Barrierefreiheit, insbesondere ein Aufzug. Der Aufzugschacht ist da, aber leider zugemauert. Die aufgerufen 340.000 € kommen mir sehr hoch vor (siehe Beitrag auf lokalkompass.de vom 23.08.2012: „Einmal mehr Ärgernis, Bahnhof Wattenscheid„). Der Bahnhof war beim letzten Bahnhofssanierungsprogramm nicht berücksichtigt worden. Ich hoffe auf ein weiteres. Möge der Landtag NRW mal dies in Angriff nehmen, sobald das laufende Programm zu Ende geht.
Für die Barrierfreiheit werden auch Eingriffe in städtische Grundstücke notwendig sein. So einfach ist die Eigentümerfrage rund um den Bahnhof gar nicht. Funktional zusammenhängende Flächen, zum Beispiel verwahrloste Beete, Rasenflächen und der ehemalige Bushalt, haben nicht alle die gleichen Eigentümer.

Rhein-Ruhr-Express als Chance
Eine weitere Chance stellte auch immer die Realisierung des Rhein-Ruhr-Express (RRX) dar. Die Dinge können auch vermischt werden. Die ausstehende Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) soll den RRX unterstützen, was sie nichts kostet, denn der Investitionsplan des Bundes sieht Mittel im Bundeshaushalt ab 2013 vor. Allerdings scheiterte eine Realisierung derzeit an der rot-grünen Landeregierung, da sie sich nicht an den zusätzlichen Betriebskosten des neuen Premiumangebots im Regionalverkehr anteilig beteiligen will. Hannelore Karft tritt Gas und Bremse zugleich. Derzeit sollen 2 von 4 RRX in Wattenscheid halten alle 4 wären besser. Das Premiumangebot benötigt auch einen besseren Bahnsteig und Bahnhof. Eine Veräußerung wird hoffentlich keinen Auswirkungen auf den Halt von Zügen haben. Das entscheidet die Bahn nicht alleine.

Eine Idee wird benötigt
Ideal wäre natürlich eine Idee, wie sich aus dem Bahnhof, aus Gastronomiebereichen, Büros, Wohnräumen und Betriebsflächen etwas an zentraler Stelle mitten in der Metropole Ruhr machen ließe. Vielleicht noch etwas für das weitere Fördergelder abgerufen werden können. Hat da jemand eine Idee?

Bis dahin rufe ich regelmäßig mal die Liste der beworbenen Angebot der DB Services Immobilien Gmbh in Nordrhein-Westfalen auf.